Per Bus, Bahn, Rad oder Fuß

…unterwegs in der Region Osnabrück ist schwierig, langwierig, umständlich, z. T. gefährlich. Das muss sich ändern. Um die Verkehrswende in Stadt und Land gemeinsam voran zu bringen, treffen sich am 27.1.20 Verkehrsinitiativen, interessierte oder engagierte Personen beim Vernetzungstreffen „Nachhaltige Mobiltät“ in Osnabrück. Der VfM ist an der Vorbereitung des Treffens beteiligt gewesen. Die übrigen Akteure, das Programm und ein Diskussionsvorschlag zu den Zielen des Netzwerks finden sich hier.

Klein. Sichtbar. Wirksam?

Hinten ans Rad

Ein Dreieck am Fahrrad weist auf den den Sicherheitsabstand gegenüber radfahrenden Menschen hin. Bereitgestellt vom VCD-Osnabrück, Lokaler Agenda OS und Aktionszentrum 3. Welt OS ist es für 50 Cent erhältlich im Dritte-Welt- Laden in OS (Rathaus) (10 – 18 h).

Schmückt jedes Rad. Kleines Mitbringsel. Und ist Programm: Der Mindestabstand in der Region bei Radwegen dürfte baulich nur selten zu finden sein.

Keine Einladung …

zur Nutzung von Bus und Bahn sind Haltestellen und -punkte im Südkreis, die sich größtenteils in einem beklagenswerten Zustand befinden. Um nicht bei allgemeiner Kritik und folgenlosem Meckern zu verharren, hat der VfM auf Anregung von Haller Willem Aktivisten ein Qualitätskonzept für die ÖPNV-Haltestellen erarbeitet, das am 17.1.20 auch an die Stadt GMHütte geschickt worden ist. Menschen können nur für den ÖPNV gewonnen werden, wenn neben guten Verbindungen, günstigen und verständlichen Tarifen die Haltestellen einladend, freundlich, hell und gepflegt sind.

Stadtbahn in der Region OS

Die Stadtbahninitaitive Osnabrück startet eine Unterschríftenaktion in Stadt und Land: Stadtbahn für Osnabrück – Machbarkeit untersuchen!

Auf einen Sunglider im Jahr 2100 können wir nicht warten, wir benötigen einen zukunftsfähigen ÖPNV für die Verkehrsregion Osnabrück mit insg. 550.000 Einw. (einschl. Lotte und Westerkappeln). Für Osnabrück und die Umlandgemeinden mit knapp 300.000 Einw. wäre die Stadtbahn die Verkehrswende schlechthin.

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Lokal und symbolisch

Blick gen Süden mit Schild

Ein schmaler geteerter Rad-Fußweg in Georgsmarienhütte von ca. 150 m Länge wird gern von ortskundigen AutofahrerInnen als Abkürzung genutzt. Zahlreiche Versuche, eine Durchfahrtsperre durchzusetzen, sind seit Jahrzehnten (!) gescheitert.

Hier nun ein neuer Versuch des VfM, Fußgänger und Radfahrerschutz ein klitzeklein wenig voran zu bringen: Antrag VfM.

VfM 2019 …

… gestartet am 3. Sept. 2019 haben wir zum Beginn des neuen Jahres 21 Mitglieder. Was haben wir bislang auf den Weg gebracht?

  1. Stellungnahme zum Entwurf des Nahverkehrsplans an die Fraktionen im Stadtrat Osnabrück und im Kreistag.
  2. Anträge an die Stadt GMHütte zu einem Zebrastreifen in Oesede und zur Freigabe einer Einbahnstraße für RadfahrerInnnen.
  3. Antrag an die Stadt GMHütte und den Stadtrat zu flächendeckenden Geschwindigkeitsbegrenzungen.
  4. Buchvorstellung zur Deutschen Bahn („Schaden in der Oberleitung“).
  5. Stellungnahme / Presseerklärung zum Fahrplanwechsel am 15.12.19.
  6. Vorstellung der Bestandsaufnahme der Verkehrssituation in der City GMHütte.
  7. Gespräche zur Zusammenarbeit der Verkehrsinitiativen in der Region.
  8. Dokumentation der Verkehrssituation in der Region und in GMHütte auf unserer Homepage.

Ein knapper Überblick zu unseren Zielen und Aktivitäten hier.

2019 – kein Tempolimit und SUV-Rekord

Im Spätsommer 2019 hat die SPD im Bundestag Tempo 130 auf Autobahnen abgelehnt, zum Ende des Jahres eben dieses gefordert. Ein paar Fakten z. B. hier und die Stellungnahme des Umweltbundesamtes, die ein Tempolimit in die Klimadebatte einordnet. Bizarr: Die Versicherungswirtschaft fordert einen Großversuch zum Tempolimit.

Statt eines Tempolimits gibt es einen Verkaufsrekord bei SUVs: Die Millionenmarke wurde geknackt, ein Drittel aller verkauften PKWs sind SUVs. Dazu ein äußerst lesenswerter Essay über Alltagsidioten im Tagesspiegel – kostet ein wenig Lesezeit, die Schlußfolgerungen werden die wenigsten teilen, dennoch: LESEN!

Unser Konzept zu Geschwindigkeitsreduzierungen in Georgsmarienhütte und im Südkreis haben wir am 6.12.19 an die Fraktionen im Stadtrat GMHütte und die Verwaltung geschickt. Reaktionen bislang: Null

Neuer Fahrplan 2020

In dieser Woche erreichte die Berichterstattung über den ÖPNV mit dem Fahrplanwechsel zum 15.12.19 einen neuen Höhepunkt – man könnte meinen, ein neues Zeitalter sei angebrochen. Das dem nicht so ist – schon gar nicht außerhalb von Osnabrück – beschreiben wir in unserer aktuellen Presseerklärung. Tenor für den VfM: Außerhalb von Osnabrück hat sich bis auf die Einführung des Niedersachsentickets und eines zusätzlichen Haller Willems am Sonntagmorgen ab Osnabrück fast nichts verbessert. Nur die Ticketpreise steigen ab 1.1.2020 um 2,1% – in Osnabrück hingegen kaum.

Parken, Ampeln, Radfahren und SUVs

Nicht nur in Berlin müssen die Fußgänger an Ampeln rennen und vorher lange warten. Ein kleiner Lichtblick ist das BGH-Urteil zu Falschparkern – allerdings hilft das Urteils nicht bei zugeparkten Rad- und Fußwegen. Nicht zu fassen: 2019 wurden erstmals mehr als 1.000.000 SUVs in Deutschland verkauft – 30% aller Zulassungen. Das Tech-Magazin Wire bemerkt dazu: Wenn alle SUVs eine Nation wären, läge diese bei den CO2-Emissionen an siebter Stelle.

Zum Schluß die gute Nachricht: Es wird mehr Rad gefahren.