Steuergelder ohne Ende für den FMO?

Seit Jahrzehnten wird der Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) mit Steuergeldern auch der BürgerInnen der Stadt und des Landkreises Osnabrück finanziert. Die Stadt OS hat einen Anteil von 17% und der LK OS einen Anteil von 5% am FMO. Die weiteren Anteilseigner: Stadt Münster – 35%  /  Kreis Steinfurt – 30%  /  Stadt Greven – 6% sowie 5 weitere Landkreise mit jeweils kleinen Beteiligungen. Insgesamt tragen die Kommunen knapp 98% der Anteile und damit auch 98% der riesigen Verluste.

Allein zum Flughafenbus ab HBF Osnabrück, in dem 2018 im Schnitt 1,2 Personen saßen, steuert die Stadt Osnabrück jährlich 100.000 € zum jährlichen Flughafenbus-Defizit von 285.000 € bei (siehe NOZ, 21.2.2019. Das hat für 2019 einen kommunalen Zuschuß von 19,84 € pro Fahrgast im Bus bedeutet.

Eine Initiative verschiedener Gruppen will dem Desaster ein Ende bereiten und fordert den verantwortungsvollen und sozialverträglichen Ausstieg jetzt. Die Mitglieder des VfM unterstützen einstimmig das Vorhaben und die Erklärung.

Am HBF OS im Oktober 2020 – Der Zustand der Anzeige – ein Omen?

Verkehrswende im Zentrum?

Georgsmarienhütte rühmt sich seiner Parkplätze und der Erreichbarkeit aller Läden per Auto. Gibt es ein Umdenken – auch die anderen Verkehrsgruppen in den Blick zu nehmen? Zumindest lädt die City-Gemeinschaft ein zweites Mal in diesem Jahr die Verwaltungs- und Fraktionsspitzen und auch den VfM zu einem Gespräch, wie es in der „City“ weitergehen soll.

Zum Gespräch Ende Oktober hat der VfM ein detailliertes Konzept vorgelegt, das als Grundgedanke die Gleichberechtigung aller VerkehrsteilnehmerInnen hat. Man darf gespannt sein.

Ruhebänke. Schwierig. Das erfordert einen Plan.

Am 15. Juni 2020 hat der VfM auf Anregung einiger älterer Menschen aus dem Zentrum von GMHütte bei der Stadt einen Antrag auf Aufstellung von Ruhebänken gestellt. Das ist weder Klima- noch Verkehrswende, das schränkt keine Verkehrsflächen für den Autoverkehr ein, das provoziert niemanden, das scheint einfach zu lösen zu sein und wenig zu kosten. Einfach etwas für ältere Menschen tun, die sich gern in der Stadt bewegen wollen und sich zwischendurch ausruhen müssen.

Am 15. September – also 3 (drei) Monate später haben wir eine telefonische Antwort erhalten: Da es in der Verwaltung unterschiedliche Zuständigkeiten für Bänke einmal im Zentrum (Bauabteilung) und einmal außerhalb (Kulturabteilung) gibt, geht das nicht so schnell. Jetzt soll erst einmal ein Plan für den gesamten Bereich (eine Art Ruhebänke-Generalplan – unsere Formulierung) erstellt werden. Wir nennen es eine Verschiebung auf den St. Nimmerslein-Tag.

Verkehr in der Region

Im Januar 2020 wurde unter Beteiligung des VfM das Netzwerk Nachhaltige Mobilität gegründet. Treffen des gesamten Netzwerks und Veranstaltungen verhinderte Corona. Glücklicherweise wurde beim letzten Treffen eine Kooperationsgruppe gewählt, die sich seit Ende des Lockdowns alle 3 bis 4 Wochen trifft und am 28.7.20 einen offenen Brief an alle BürgermeisterInnen und Landräte/innen in der Verkehrsregion Osnabrück versandt hat. Und ein Logo hat das Netzwerk inzwischen auch:

In eigener Sache

Der VfM besteht 10 Monate. Eine nüchterne Bestandausnahme – zum 1-jährigen wird diese umfassender und detaillierter aussehen – ergibt, dass wir (nur) vorangekommen sind mit der Netzwerkbildung in der Region. Aktuell dazu der erste Rundbrief des Netzwerks. Zur Verkehrswende selbst sind keine Erfolge zu vermelden – unsere Homepage dokumentiert den deprimierenden Status quo kontinuierlich.

Kontinuierlich – auch seit Coronabeginn – haben wir für GMHütte konkrete Vorschläge gemacht und Anregungen gegeben:

Tempo 30 vor der Musikschule (19.6.20, bislang keine Antwort) – Errichtung von Bänken für Rollator-Nutzerinnen im Zentrum an den wichtigstens Wegstrecken (15.6.20, bislang keine Antwort) – Schaffung verkehrsberuhigter Zonen in ganz GMHütte in den baulich dafür geeigneten Wohngebieten (24.5.20 – Einstimmig vom Verkehrsausschuss abgelehnt) – Antrag auf Parkraumüberwachung (5.3.20 – abgelehnt am 16.3.20) – Weitere fünf konkrete Vorschläge: Einer ist seit Nov. 2019 in Bearbeitung, zwei abgelehnt, einer (Haltestellenpflege) ignoriert, einer – von vielen anderen unterstützt und seit sage und schreibe 25 Jahre beantragt- realisiert: Bild unten – nachher und vorher.

 

 

Keine Verkehrswende …

… für Georgsmarienhütte bewirkt sicherlich der Antrag, Bänke aufzustellen und der Antrag, die Querung der Straße vor dem Familienzentrum Maries Hütte bzw. der Musikschule für Kinder sicherer zu machen. Kleinteilig, lokal, provinziell? Oder beispielhaft für die Berücksichtigung der Belange der sog. „schwächsten Verkehrsteilnehmer“ wie Kinder und RollatornutzerInnen in einer Stadt? Die Verkehrswende beginnt auch in den Köpfen der PlanerInnen und PolitikerInnen, indem sie das Auto nicht länger zum Fixpunkt aller Planungen und Maßnahmen machen.

Maries Hütte / Musikschule an der Werner-von-Siemens-Str. z. Zt. mit Tempo 50 und ohne Querungshilfe