In Osnabrück …

… ist heute das neue Bus-Liniennetz in Betrieb gegangen. In Osnabrück „kommen Sie besser, schneller und sogar noch klimafreundlicher ans Ziel“ (Zitat auf der Homepage). 10 bis 20 Minuten-Takt werktags von 6 – 20 h. Die Metro-Busse werkstags und samstags im 10-Minuten-Takt. Jnfos hier. Aktueller Bericht in der NOZ.

Für die Region mit doppelt so vielen Einwohnern ist das kein guter Tag: Deutlich und klar ist zu sehen, dass die Weiterentwicklung des ÖPNV an der Stadtgrenze endet: Es fehlt eine Fortsetzung der neuen Buslinien in die Region. Es fehlt ein Verbundsystem und ein einheitlicher Tarif. Es fehlt der politische Wille, den ÖPNV flächendeckend auszubauen. Es fehlen Fahrpreise, die so niedrig sind wie die Parkgebühren in Osnabrück. Es fehlen Busbeschleunigungen stadtein- und stadtauswärts.

In Georgsmarienhütte gibt es ein eklatantes Ungleichgewicht: Der Stadtteil Holzhausen hat mit der Linie M 3 abends einen 30 Minuten-Takt bis 0.00 h (!!) – wie kann es sein, dass ein Stadtteil vergleichsweise gut angebunden ist und die zentrale Linie in den Südkreis über das Zentrum GMHütte um 22.30 h letztmalig fährt?

Skurril. Absurd.

Am Kreisel zwischen Holzhausen und Sutthausen sind in 2019 an jeder Querung Halteschilder für Fussgänger und Radfahrer aufgestellt worden. Der Blickpunkt berichtete am 14.11.19, dies sei aus „Sicherheitsgründen und Eigenschutz“ für Radfahrer und Fußgänger erfolgt, da die Fahrzeuge hier mit hohen Geschwindigkeiten ankommen würden. Wir meinen, dass es doch der Witz von Kreiseln ist, dass diese die Geschwindigkeiten reduzieren (sollen) und zudem nur langsam befahren werden können. Hier geht es wohl um etwas anderes, nämlich die Beschleunigung des PKW-Verkehrs, damit dieser nicht auf Fußgänger/Radfahrer warten und Rücksicht nehmen muß. Dafür können dann die langsamen Verkehrsteilnehmer bis zu 3x warten, ehe sie den Kreisel passiert haben. Verkehrswende rückwärts.

Kreisverkehr Vorfahrt gewähren