Krass

Seit unserer Gründung berichten wir regelmäßig über den desolaten Zustand der Verkehrswege von fußbewegten und radfahrenden Menschen. Immer wieder gilt es neues schlechtes Altes zu entdecken – positiv formuliert: Bewußt zu machen. Hier weitere aktuelle Beispiele:

Pop-up-Bike-Lanes?

Auf Halbdeutsch: Pop-up-Radwege – kurzfristig eingerichetete Radwege, die neu, zusätzlich und zu Lasten der PKW-Spuren in einigen Städten – Corona macht es möglich – geschaffen wurden. Mehr Platz und mehr Sicherheit für Radfahrer/innen. Im März haben wir schon einmal berichtet. Berliner Bezirke starteten, auch in München wird darüber entschieden. Man darf gespannt sein, ob diese oder ähnliche Lösungen hier in der Region zur Kenntnis genommen werden.

Hier herrscht Tristesse: In GMHütte gibt es im Zweifelsfall gar keine Radwege: Beispiel die belebteste Kreuzung im Zentrum der Stadt: Kein Schutz, keine Markierung, keine Ampelschaltung, keine Hinweise …..

Schrobenhausen …

… liegt in Bayern und hat 17.000 Einw.. Soeben wurde die Stadt als „fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. In Bayern gibt es eine Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), die das Radfahren gezielt unterstützt und fördert.

Schrobenhausen hat 2013 ein detailliertes Radwegkonzept verabschiedet und investiert seitdem jedes Jahr 500.000 € gezielt in Maßnahmen (121 sind gelistet), von denen 80% umgesetzt sein sollen.

Georgsmarienhütte ist doppelt so groß und hat kein Radwegekonzept; in das Radwegenetz im LK OS ist GMHütte mittels des Radverkehrsleitsystem (RAVELOS), was weder Radwege schafft noch die schlechte Qualität der Radwege in GMHütte ändert.