Radfahren schwer gemacht

„Dank“ Corona hat Radfahren einen gewaltigen Aufschwung bekommen. Die Berücksichtigung der radfahrenden Menschen im Verkehr, deren Schutz und die Radwege werden nicht nur ignoriert, sondern deren Gefährdung und strukturelle Benachteiligung (billigend?) in Kauf genommen. Exemplarisch für den Südkreis der „Radweg“ an der B 51 zwischen GMHütte und Osnabrück – wir haben gemessen:

1. Entfernung: 3 km

2. Halte-/Wartezwang für RadfahrerInnen von GMH nach OS 7x (sieben!): Abzweig B 68 2x warten, Einmündung Alte Rothenfelder Str. 1x warten, Abzweig A 30 insgesamt 4x (!) warten und hoffen, dass man es zwischen den Autos, die mit hoher Geschwindigkeit nahen, schafft.

3. Am Harderberg (Bild in der Mitte und rechts) beträgt der Abstand zwischen den Autos, die mit 100 km/h und den LKWs, die mit > 80 kmh vorbeidonnern, maximal 100 cm; im Alltag reduziert sich dieser schnell auf 70 bis 80 cm.

4. Am Fuß des Harderberg wird für gerade mal 500 m ein dritter Fahrstreifen für Superraser angeboten; damit wäre dort Platz genug, einen sicheren, geschützten und abgegrenzten Radweg zu schaffen.

Zustand des Radwegs insgesamt: Löcher, hochragendde Steine, Einwachsungen, ca. 50% zugewachsen. Schutz an Einmündungen, Hinweise auf RadfahrerInnen für die Autos auf der Schnellstraße: Fehlanzeige