B 68 und die RadfahrerInnen und die A 33

Einmündung B 68 in B 51

Die B 68 beginnt an der A 33 Abfahrt Harderberg, vereint sich dann nach 1 km mit der B 51,  führt mit dieser durch Nahne bis zum Wall; die B 51 richtet sich ab Wall über Belm gen Diepholz, die B 68 durch Haste gen Wallenhorst. Ihr Ende findet die B 68 an der B 213 in Stapelfeld bei Cloppenburg. Damit dürfte diese BUNDESstraße eine Länge von ca. 80 km aufweisen, von denen etwa 10% identisch sind mit der B 51. Hinzu kommen ca. 30 km B 68 parallel (!) zur A 33 zwischen Dissen und Bielefeld. Welchen verkehrsleitenden Sinn eine solche Konstruktion ergibt, verstehen wahrscheinlich (nur) Verkehrs- und Straßenbürokraten. Politisch wird dies Straßen-Bezeichnungs-Wirrwarr dadurch, dass die Befürworter des A-33-Nordausbaus den Bau dieser auch damit begründen, dass dann die B 68 aus dem Stadtgebiet herauskäme und damit die Radfahrer in Osnabrück besser vor dem LKW-Verkehr geschützt würden.

Die B 68 soll raus aus Osnabrück und ein LKW-Durchfahrverbot rein – ohne politische Spielchen – das fordert die openPetition zur Entwidmung der B 68 in Osnabrück – unterschreiben kann man hier . Neuigkeiten zur Petition gibt es jeweils hier .

B 51 / B 68 vorm Harderberg
B 51 / B 68 am Harderberg

2020 – Rückblick 3: FMO und A 33

In 2020 haben wir häufig über den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) und den geplanten Bau (der sog. „Lückenschluss“, wie niedlich) der A 33-Nord berichtet und zur Unterstützung diverser Aktionen aufgerufen. Wie seit Jahrzehnten praktiziert stimmten der Stadtrat Osnabrück und der Kreistag mit großer Mehrheit gegen die Stimmen von Grünen und Linken für den Bau der A 33 und die weitere Finanzierung des FMO. Dabei kam auch der Humor nicht zu kurz: Ein SPD-Vertreter im Rat der Stadt bezeichnete den Bau der A 33 als „Baustein für die Mobilitätswende“ (NOZ, 8.2.21); ein FDP-Vertreter will in der gleichen Sitzung dann aber die A 30 nicht mehr sechspurig ausbauen – just 2 Wochen nachdem der Vertrag für eben diesen Aussbau unterschrieben worden ist (NOZ, 25.1.21).

Bisher konnte die Allianz gegen die Verkehrswende und der Ignorierung des ÖPNV in der Region nicht gestoppt werden; der „Kampf“ muss also weitergehen. Aktuell zur A 33 die Presseerklärung des Regio-Netzwerks hier .

Die Stopp-A33-Initiative kann finanziell unterstützt werden: Spendenkonto DE54 2655 1540 0020 8722 71, Kreissparkasse Bersenbrück  –  Verwendungszweck: „Schutzfond-Nettetal“
Falls Bescheinigung fürs Finanzamt gewünscht: Vollständige Adresse auf dem Überweisungsträger angeben.

2020 – Rückblick 2: Die Klicks

Bekanntermaßen ist die Arbeit des VfM – eh sie so richtig öffentlich mit Stadtrundfahrt, Ständen auf auf dem Markt, Teilnahme an Demos usw. in Fahrt gekommen ist – durch Corona gestoppt worden. Trotz und wegen Corona beschränkten sich unsere Aktivitäten auf die Unterstützung von Aufrufen, Unterschriften-Aktionen u. ä., einige weitere Anträge und Vorschläge zur Verkehrsverbesserung und die Pflege unserer Homepage. Diese immerhin stieß auf großes (unterschiedliches) Interesse. Erst ab November 2020 liegen uns die Zahlen der monatlichen Klicks vor:  882 im November, 2.937 im Dezember und 3.363 im Januar 2021. Die Hitliste der Tages-Klicks: 1. Do, 5.11.20: 513 x  /  2. Di, 6.10.20: 399 x  /  3. Mi, 9.12.20: 357 x. Das Resümee – wenig überraschend: Je aktueller die Homepage gepflegt wird, umso mehr Menschen sehen sich diese an.

A 33 Nord verhindern (helfen)

Im Februar endet die Einspruchsfrist, bis dahin kann JEDE/RE individuell gegen den Bau der A 33 Einwendungen erheben – das sollten möglichst viele tun, damit es nicht so endet wie in den 80er Jahren im Teutoburger Wald:
 
Am einfachsten ist es mit der Verwendung des Entwurfs, der geändert, ergänzt und erweitert werden kann: hier
Unbedingt Adresse und Datum angeben, unbedingt unterschreiben, dann ausdrucken, als Brief mit 80 Cent Porto schnellstmöglich in den Briefkasten.
Und: Die Info an möglichst viele andere Menschen weiterleiten.
Weitere Infos auf der Homepage der Bürgerinititative.
Und man kann an der Fahrraddemo teilnehmen:
Startpunkt irgendwo in der Innenstadt OS

FMO auch 2021 ein Dauerbrenner

Aktion im Dezember 2020 am FMO

Im Dezember 2020 liefen die Protestaktionen gegen den Flughafen Münster-Osnabrück weiter – bislang noch ohne Erfolg. Der Stadtrat Osnabrück und der Kreistag haben weitere Mittel bewilligt, ein Umdenken oder gar Umsteuern ist nicht zu erkennen. Wir haben einige Male zur Unterstützung der Aktionen aufgerufen: Dezember 20 zweimal und im Oktober.

Zur weiteren Information Argumente der Befürworter und der Gegner. Zum Aktionsbündnis gegen den FMO geht es hier .

Neuanfang? ÖPNV in der Region braucht Veränderung

Am 10.12.20 berichtete die NOZ online über Fahrpreiserhöhungen im Busverkehr hier (Druckausgabe 29.12.20).  Am 29.12.20 mailte der VfM folgende Stellungnahme an die NOZ:
„Ab Jahresbeginn 2021 werden Ungleichbehandlung und Unterschied im ÖPNV zwischen Stadt und Land Osnabrück weiter zementiert und bestätigt. In der Stadt steigen die Fahrpreise nicht, im Landkreis werden die Busfahrten je nach Fahrschein um 10 bis 50 Cent teurer. In der Stadt wird auf eine Preiserhöhung verzichtet, um die Kunden zu binden und nicht abzuschrecken – so wird der Sprecher der Stadtwerke zitiert. Im Umkehrschluss bedeutet die Preiserhöhung für den Landkreis also eine Abschreckung der Kunden. Diese findet auch dadurch statt, dass es im Landkreis kein Mehrfahrten-Tickets gibt – in der Stadt wird sogar ein 12-Fahrten-Ticket neu eingeführt. In der Stadt kann mit Smartphone-App gebucht und der jeweils günstigste Preis bezahlt werden – davon können die Landkreis-Bewohner nur träumen. Mehr lesen

Schöne Bescherung

Kurz vor Weihnachten 2020 wird in Georgsmarienhütte-Holzhausen die komplett neu gebaute Von-Galen-Straße freigegeben, die die Belange von Fußgängern, Radfahrern, Rollstuhl- und Kinderwagennutzern und erst recht die von Kindern ignoriert:
  • Weder auf der Straße noch auf dem Hochbord gibt es einen Radweg – die Radfahrer sollen ungeschützt auf der Straße fahren. Entgegen der Entwicklung und den Erkenntnissen in der Republik wird ignoriert, dass Radfahrer einen eigenen Schutzbereich benötigen.
  • Bei 6,50 m Straßenbreite kann der gesetzliche Sicherheitsabstand von 1,5 m zu Radfahrern natürlich nicht eingehalten werden, weder an der Ampelanlage noch am Kreisel gibt es einen Schutz- oder Aufstellbereich für Radfahrer.
  • Tempo 50 auf einer 950m langen geraden Straße innerorts statt einer Tempo-30-Regelung.
  • Keine Zebrastreifen und Querungshilfen, kein Farbmarkierungen an den Einmündungen oder andere Schutzangebote für Fußgänger
  • Einmündungen weitestgehend als „trichterförmige Einmündungen“ gebaut, sodass die Fußgänger u.ä. von der Hauptstr. weggeführt werden und einen Umweg machen müssen, um hinter einbiegenden Autos zu queren. Damit kann der fußläufige Verkehr den ihm gesetzlichen zustehenden Vorrang nicht nutzen.

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