Diskussion: Verkehrswende in GMHütte?

Wie berichtet hat der VfM detaillierte Fragen und Vorschläge zur Verkehrspolitik in GMHütte an die bei der Kommunalwahl am 12.9.21 kandidierenden Parteien geschickt. Diese werden diskutiert mit Volker Beermann (SPD), Niklas Debbrecht (LINKE), Friedrich Ferie (FDP), Christoph Gröne (GfG), Joachim Grützmacher (Grüne) und Jonas Pohlmann (CDU) am Mi, 1. Sept. 2021 – 19.00 h im Rathaus Georgsmarienhütte. Anmeldung bitte unter vfm.gmh@icloud.com.

Alle sechs Parteien haben unsere detaillierte Abfrage zur Verkehrsplanung und Verkehrspolitik in GMHütte beantwortet. Die Auswertung dient als Basis der Diskussion am 1.9.21 ab 19.00 h im Rathaus GMH.

Folgende Links zu den verkehrspolitischen Zielen bei der Kommunalwahl wurden uns zur Verfügung gestellt: CDU (unter „Echte Nahversorgung“ und „Ehrgeizige Stadt- und Verkehrsentwicklung“) – Grüne (ab S. 10) – SPD (S. 2)

Kommunalwahl 2021

In Niedersachsen und damit in der Region Osnabrück und in Georgsmarienhütte wird am 12.9.2021 gewählt. Für die nächste Legislatur hat der VfM detaillierte Vorschläge zur Verkehrspolitik und zur Verkehrswende in GMHütte gemacht und an die lokalen Parteien geschickt. Diese werden gebeten, zu den einzelnen Vorschlägen anzugeben, ob sie diese in den nächsten fünf Jahren unterstützen werden.

Wir hoffen weiterhin auf die Verkehrswende in GMHütte und in der Region. Wenn nicht bald, wann dann? Zu diesem Thema diskutiert der VfM mit den Parteienvertretern am 1. Sept. 2021 um 19.00 h.

Umdenken. Alternativen. Zukunft

Die 60 Jahre alte Talbrücke B 51 in Oesede mit Tempo 100 und vierspurig ist marode und soll neu gebaut werden. Das könnte die Gelegenheit sein, über eine ganz andere Lösung nachzudenken. Dies hat Horst Reitzer getan und uns seine Idee zur Verfügung gestellt:

Gibt es eine Alternative zum Abriss und Neubau der Talbrücke B51 in Oesede?
Seit einigen Jahren steht nun ein Damoklesschwert mit dem Abriss und Neubau der Talbrücke über der Stadt Georgsmarienhütte. Gibt es hier eine Alternative?
Wie berichtet wird, ist der seinerzeit verbaute Stahl der laufenden Belastung nicht mehr gewachsen. Was sind die Grundlagen dieser Aussage? Ist es etwa die theoretische Annahme, dass bei einer Belastung über jeweils 2 Fahrspuren je Richtung (insgesamt 4 Spuren) mit einer maximalen Ausnutzung dieser Fahrspuren bei einer möglichen Geschwindigkeit von 100km/h zu einer Überlastung führt? Oder gibt es praktische und optische Erkenntnisse, die zu einem Abriss und Erneuerung führen?

Mehr lesen

Ein System für Stadt und Land

Überfällig ist es seit langem, gefordert wird es seid Jahrzehnten: Die Region, also Stadt und Landkreis Osnabrück, braucht ein gemeinsames und einheitliches ÖPNV-System mit Tarifzonen, einem gemeinsam Fahrpreissystem, einem Ticket für Bus und Bahn, aufeinander abgestimmten Fahrplänen, Apps, die in Stadt und Land funktionieren, einheitlichen Automaten, einem Umweltabo für Stadt und Land usw. usw. – wir haben seit unserer Gründung zigmal darüber berichtet, geschrieben Vorschläge gemacht usw. usw. Kommt jetzt endlich Bewegung in die Sache? Die Grünen in der Stadt Osnabrück fordern in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl im September 2021 ab S. 17 den „ÖPNV in der Region zu stärken“. In der NOZ vom 5.6.21 wird berichtet, dass „sich die Grünen für eine gemeinsame Verkehrsgesellschaft mit dem Landkreis“ einsetzen. Dazu hat ein Experte und Unterstützer des VfM im April 2021 eine Bestandsaufnahme mit den entsprechenden Forderungen erarbeitet: hier

Osnabrück und die Radwege

Am 3. Juni 2021 findet der UN-Welttag des Fahrrads statt. In diesem Jahr organisieren die Initiativen Radentscheide in ganz Deutschland Pop-up-Radwege, um darauf aufmerksam zu machen, dass der wachsende Radverkehr dringend mehr Platz braucht. In Osnabrück richtet der Radentscheid Osnabrück am Donnerstag am Wall vom Ratsgymnasium bis zum Neuen Graben einen Pop-up-Radweg ein. Die Initiative Radentscheid Osnabrück will mit dem Pop-up-Radweg zeigen, dass für Radfahrende viel mehr getan werden muss und das auch möglich ist. Die Lösung an mehrspurigen Straßen sind in diesem Fall Pop-up-Radwege, die schnell und kostengünstig eingerichtet werden können. Am Donnerstag, 3. Juni zwischen 16 und 17 Uhr kann man eine Kostprobe „Pop-up-Radweg“ genießen. Die mit Stadt und Polizei abgestimmte Aktion soll zeigen, was kurzfristig möglich ist. Um 17 Uhr wird es eine Abschlusskundgebung an der Osnabrück-Halle geben, bei der Interessierte sich mit den Mitgliedern des Radentscheids Osnabrück austauschen können.
Der Osnabrücker Radentscheid ist Teil einer deutschlandweiten Bewegung, die unter dem Dach von Changing Cities e.V. für bessere Bedingungen für Radfahrende in mittlerweile 46 Städten streitet. Hinter der Initiative steht ein Team aus engagierten Osnabrückerinnen und Osnabrückern, das sich für sichere und komfortable Radmobilität einsetzt. Info hier

Mitmachen. Lokal nach Berlin

Eine tolle Aktion der Fridays for Future für das Osnabrücker Land:

Liebe Freund*innen, wir haben die Petition „Osnabrück-Land sagt’s dem Bundestag: Wir wollen mehr Klimaschutz!“ gestartet – wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr unser Anliegen unterstützt!  Gehört Ihr auch zu unserem Wahlkreis? Dann unterzeichnet bitte hier, um unseren Bundestagsabgeordneten André Berghegger und Rainer Spiering zu sagen: Wir wollen eine wirksame Begrenzung der Erderhitzung!

Hier unterschreiben.

Eine einzige Fahrkarte? Ein einziges Desaster!

Am 29.3.21 berichtet die NOZ, dass der Landkreis Osnabrück beschlossen habe, ab Sommer 2022 einen Bus-Schiene-Tarif einzuführen. Das solle den Tarif-Dschungel beenden und eine einheitliche Fahrkarte für Bus und Bahn ermöglichen. Damit würde eine uralte Forderung realisiert: Stellungnahme Nahverkehrsplan, Tipps und detailliert hier. Leider dokumentiert die Entscheidung des Landkreises nur die geradezu epochale Rückständigkeit des ÖPNV-Systems in der Region: Der Kunde muss sich weiterhin vor (!) Fahrtantritt entscheiden, ob „er ausschließlich den Bus oder die Bahn mit Buasanschluss nutzen möchte“ (NOZ). Das kostet nach Einführung pro Jahr bis zu 2,4 Mio € mehr. Als ÖPNV-Nutzer im Südkreis fragt man sich, worin besteht da die Verbesserung? Eine sog. Pluskarte – also Bus und/oder Bahn nutzen zu können – kann man jetzt auch schon kaufen und muss sich auch jetzt vorher entscheiden.

Es wird weiter gestümpert, es geht nicht voran, der ÖPNV bleibt in der Region ein ungeliebtes Kind! Was wir brauchen? Einen Verkehrsverbund („Vollverbund“). Einen einzigen Verkehrsträger. Einen öffentlichen ÖPNV-Anbieter im Landkreis analog der Stadtwerke in OS. Zonentarife.  Eine Umweltkarte. Jobticket. Und: Eine Verkehrspolitik, die dem ÖPNV mindestens das gleiche Gewicht wie dem MIV (Motorisierten Individualverkehr) gibt.

Von den oben genannten 2,4 Mio € Mehrkosten wären 1,6 Mio aus der Region zu finanzieren. Von letzteren entfielen etwa die Hälfte auf die Erweiterung des Tickets für die SchülerInnen (NOZ 5.3.21).

B 68 und die RadfahrerInnen und die A 33

Einmündung B 68 in B 51

Die B 68 beginnt an der A 33 Abfahrt Harderberg, vereint sich dann nach 1 km mit der B 51,  führt mit dieser durch Nahne bis zum Wall; die B 51 richtet sich ab Wall über Belm gen Diepholz, die B 68 durch Haste gen Wallenhorst. Ihr Ende findet die B 68 an der B 213 in Stapelfeld bei Cloppenburg. Damit dürfte diese BUNDESstraße eine Länge von ca. 80 km aufweisen, von denen etwa 10% identisch sind mit der B 51. Hinzu kommen ca. 30 km B 68 parallel (!) zur A 33 zwischen Dissen und Bielefeld. Welchen verkehrsleitenden Sinn eine solche Konstruktion ergibt, verstehen wahrscheinlich (nur) Verkehrs- und Straßenbürokraten. Politisch wird dies Straßen-Bezeichnungs-Wirrwarr dadurch, dass die Befürworter des A-33-Nordausbaus den Bau dieser auch damit begründen, dass dann die B 68 aus dem Stadtgebiet herauskäme und damit die Radfahrer in Osnabrück besser vor dem LKW-Verkehr geschützt würden.

Die B 68 soll raus aus Osnabrück und ein LKW-Durchfahrverbot rein – ohne politische Spielchen – das fordert die openPetition zur Entwidmung der B 68 in Osnabrück – unterschreiben kann man hier . Neuigkeiten zur Petition gibt es jeweils hier .

B 51 / B 68 vorm Harderberg
B 51 / B 68 am Harderberg

Neuanfang? ÖPNV in der Region braucht Veränderung

Am 10.12.20 berichtete die NOZ online über Fahrpreiserhöhungen im Busverkehr hier (Druckausgabe 29.12.20).  Am 29.12.20 mailte der VfM folgende Stellungnahme an die NOZ:
„Ab Jahresbeginn 2021 werden Ungleichbehandlung und Unterschied im ÖPNV zwischen Stadt und Land Osnabrück weiter zementiert und bestätigt. In der Stadt steigen die Fahrpreise nicht, im Landkreis werden die Busfahrten je nach Fahrschein um 10 bis 50 Cent teurer. In der Stadt wird auf eine Preiserhöhung verzichtet, um die Kunden zu binden und nicht abzuschrecken – so wird der Sprecher der Stadtwerke zitiert. Im Umkehrschluss bedeutet die Preiserhöhung für den Landkreis also eine Abschreckung der Kunden. Diese findet auch dadurch statt, dass es im Landkreis kein Mehrfahrten-Tickets gibt – in der Stadt wird sogar ein 12-Fahrten-Ticket neu eingeführt. In der Stadt kann mit Smartphone-App gebucht und der jeweils günstigste Preis bezahlt werden – davon können die Landkreis-Bewohner nur träumen. Mehr lesen