A 33 statt B 68

Wir hatten berichtet, wie mit einer Straßen(ent)widmung („B 68“) in der Stadt Osnabrück der Bau der A 33-Nord von den Befürwortern begründet wird. Ganz so, als ob damit die Straße selbst aus der Innenstadt verschwindet. Hier nun eine fachliche Stellungnahme von Prof. Deiters, der den Zusammenhang zwischen B 68 und A 33-Nord untersucht und uns seine Ausführungen zur Verfügung gestellt hat. Zudem hat er Verlauf und Länge der B 68 Richtung Süden präzise beschrieben und damit unserer Angaben korrigiert/präzisiert.  Kontakt: jdeiters@uni-osnabrueck.de

B 51 / B 68 im Jahr 1979
B 51 / B 68 im Jahr 1979

B 68 und die RadfahrerInnen und die A 33

Einmündung B 68 in B 51

Die B 68 beginnt an der A 33 Abfahrt Harderberg, vereint sich dann nach 1 km mit der B 51,  führt mit dieser durch Nahne bis zum Wall; die B 51 richtet sich ab Wall über Belm gen Diepholz, die B 68 durch Haste gen Wallenhorst. Ihr Ende findet die B 68 an der B 213 in Stapelfeld bei Cloppenburg. Damit dürfte diese BUNDESstraße eine Länge von ca. 80 km aufweisen, von denen etwa 10% identisch sind mit der B 51. Hinzu kommen ca. 30 km B 68 parallel (!) zur A 33 zwischen Dissen und Bielefeld. Welchen verkehrsleitenden Sinn eine solche Konstruktion ergibt, verstehen wahrscheinlich (nur) Verkehrs- und Straßenbürokraten. Politisch wird dies Straßen-Bezeichnungs-Wirrwarr dadurch, dass die Befürworter des A-33-Nordausbaus den Bau dieser auch damit begründen, dass dann die B 68 aus dem Stadtgebiet herauskäme und damit die Radfahrer in Osnabrück besser vor dem LKW-Verkehr geschützt würden.

Die B 68 soll raus aus Osnabrück und ein LKW-Durchfahrverbot rein – ohne politische Spielchen – das fordert die openPetition zur Entwidmung der B 68 in Osnabrück – unterschreiben kann man hier . Neuigkeiten zur Petition gibt es jeweils hier .

B 51 / B 68 vorm Harderberg
B 51 / B 68 am Harderberg