Radverkehrskonzepte, Piktogrammketten und Fahrradstraßen

Radverkehrskonzepte, Piktogrammketten und Fahrradstraßen

Ein fast verschwundener und ungepflegter Radstreifen in Georgsmarienhütte Oeseder Straße

Kettenblatt heißt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) in der Region Osnabrück. Unter den etwas sperrigen Begriffen „Radverkehrskonzept“ und „Piktogrammketten“ werden in der jüngsten Ausgabe vom Juni 2025 wesentliche und relevante Informationen für die Kommunen präsentiert, um lokale Radwege und Radverkehre sicherer und besser zu machen. Ein Text erläutert, was kommunale Radverkehrskonzepte sind und wozu diese notwendig sind. Für die Stadt Georgsmarienhütte ist ein Radverkehrskonzept schon lange überfällig und wurde im Kommunalwahlkampf 2021 auch angekündigt; die jüngste ADFC-Befragung (Fahrrad-Klimatest) hat für GMHütte erneut belegt, wie schlecht es um das Radfahren in der Stadt GMH bestellt ist. Letztmalig hat sich die Stadt 2010 im Verkehrsentwicklungsplan mit dem Radfahren befasst und damals allen Ernstes „ein gutes, weitgehend geschlossenes Netz von Radverkehrsanlagen“ konstatiert und es wurde nur „An wenigen Stellen …. eine bessere Ausbildung von Radwegen“ festgestellt (S. 63).

In der Stadt Osnabrück tut sich seit dem Radentscheid von 2022 mehr und gibt es mehr (politisches) Interesse an sicheren Radwegen und sicherem Radverkehr. Es werden immer mehr Fahrradstraßen errichtet –  jüngst ist ein Bürgerbegehren für eine Fahrradstraße von Haste in die Innenstadt in Arbeit. In GMHütte wurde der Eingang eines Antrags/Konzeptes des VfM zur Innenstadt mit einer Fahrradstraße nicht einmal bestätigt, geschweige denn bearbeitet noch im Ausschuss behandelt.

Im Kettenblatt ist weiterhin eine erhellende Kommentierung der sog. Piktogrammketten zu finden, die jedoch nur die dritt- oder viertbesten Lösungen sind. Wir brauchen gut ausgebaute, von der Fahrbahn getrennte Radwege und die sind flächenmäßig insgesamt nur zu Lasten der Flächen für den Autoverkehr realisierbar.

Viele Schilder und ein unbefahrbarer Fuss-Radweg für 50 m, der ungesichert für die Radfahrenden in die Straße mündet. Radfahrende las Störfaktoren auf der Oeseder Straße

 

 

 

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