Fußgänger

Fußgängerunterquerung B 51 Oesede-Obermeyer

Welche Beachtung und Wertschätzung nicht-autofahrende Menschen in unserer Stadt genießen, ist sehr schön bzw. sehr gräßlich an der Unterführung B 51 in Oesede Süd zu sehen: Der Tunnel (!) ist nicht nur verdreckt und ungepflegt mit einem Hauch von Uringeruch, sondern für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen nicht nutzbar. Sie kommen auf der anderen, der östlichen Seite schlichtweg nicht die Treppe hoch. RadfahrerInnen können es riskieren, wenn sie kräftig genug sind, ihr Rad über die extrem schräge schmale Rampe hochzuschieben. Ein Kind im Kindersitz sollte allerdings nicht dabei sein, da das Rad angesichts der Schräge nach hinten wegkippt – es sei denn der schiebende Mensch ist sehr sehr stark.

Die Folge: Die querenden Menschen gehen über die B 51 – ein wagemutiges und gefährliches Unterfangen angesichts der Verkehrsbelastung.

Folgen wir der B 51 Richtung Norden finden wir einen weiteren Tunnel am Breslauer Weg, der immerhin neben der Treppe eine Rampe hat, die allerdings nur von kräftigen Menschen genutzt werden kann, die es schaffen, Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad hinauszuschieben.
An der Karolinenhöhe ist immerhin eine ebenerdige Fußgängerampel; wer diese benutzt, sollte Zeit und Geduld mitbringen: Der Autoverkehr hat absoluten Vorrang, die Fußgänger können warten – wenn sie Pech haben 90 Sekunden, jüngst gemessen.

Die Forderungen des VfM liegt auf der Hand: Bau einer Fußgängerampel in Oesede Süd bei Obermeyer und am Breslauer Weg. Vorrangschaltung für die Fußgänger an allen Ampeln, was bedeutet, dass die Ampeln für den motorisierten Individualverkehr auf rot schalten, wenn ein Fußgänger queren möchte.  


Diese Karte ist beim VfM erhältlich und kann hinter den Scheibenwischer geklemmt werden.